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Die Kunst der Stunde ist Widerstand

Freitag, 14. April 2000, 22.15:
Es ist "Frühling in Wien",Hitler vor einem Spiegel FPÖ-Ideologie deklamiert. "Auf Widerst@nd" lässt AktivistInnen von get to attack als livrierte FremdenführerInnen der etwas anderen Art auftreten, stellt Verdichtungspunkte des Widerstands vor: Radio Orange, Underground Resistance, das Aktionskomittee gegen Schwarzblau. In Henric Brabec d'Ipras spannender Reportage "Widerstand" hetzt der wahlkämpfende Schattenkanzler am Stephansplatz gegen Zuwanderung, Kurden, Europa insgesamt. PassantInnen geraten in Not, als man sie nach der politischen Funktion des Kinos befragt. "Sprung 2000" wiederum präsentiert Demos und Fernsehmaterial, verdoppelt, rhythmisiert, vielfach bearbeitet. Außerdem tritt der Widerstandskämpfer Hugo Pepper auf und Helmut Zilk philosophiert über die EU-Sanktionen und Tschetschenien.
Die Filme:
Trailer Die Kunst der Stunde ist Widerstand, Oliver Stotz & Lisbeth Kovacic & Lukas Schaller 2.5' Frühling in Wien, Franz Novotny 1.5' Mediawatch, Antifax 12' Was ist Kino?, Aki Beckmann & Michael Loebenstein & Claudia Slanar, 2' Sprung 2000, Sabine Marte & Billy Roisz & Klaus Filip & Oliver Stotz 3' Widerstand, Henric F.J. Brabec d'Ipra 29' 2 Filme von: 5 Filme gegen Schwarzblau, Thomas Horwath & Niki Griedl 2' Hugo Pepper, Uni TV Wien 5' Auf Widerst@nd, Simon Arazi & Vincent Hufty 20' Spot, get to attack 2'

Samstag, 15. April 2000, 22.15:
"Herbst 95": ein paar Jahre zurück, FPÖ-Wahlkampf damals, Stimmen aus dem Volk, ergänzt um Waldheim und seine Lieblingswaffe: sein Pferd. "Haider-Film": der Noch-Parteiobmann als Plakatfoto, im Zeitraffer dekonstruiert. "Links - Rechts": politische Richtungsbestimmung nach Wolfgang Schüssel. Auf den "Durchzug", beschleunigte Bilder einer Demonstration auf der Mariahilferstraße, folgen die Christbaumkerzen von monochrom, "radikal heller als tausend Sonnen". Schließlich das Herzstück des Abends: "Zero Crossing": Neun ÖsterreicherInnen zwischen 23 und 82 sprechen, im Dialog mit Johannes Holzhausen, über ihre Gefühle und Befindlichkeiten nach der Regierungsbildung. Vieles wird da sicht- und hörbar, was mit der gegenwärtigen "Lage der Nation" unmittelbar zu tun hat.
Die Filme:
Parallelaktion, Dieter Auracher 3' 2 Filme von: 5 Filme gegen Schwarzblau, Thomas Horwath & Niki Griedl 2' Herbst 95, Alexander Binder, Michael Gartner, Elke Groen, Rainer Frimmel, Rainer Obrist 17' Haider-Film, Martin Reinhart 1' Widerstand, Nils Olger & ACC 10' Links - Rechts, Dieter Auracher 0.5' Durchzug, Michael Gartner 3' Radikal heller als tausend Sonnen, monochrom 2' Zero Crossing - Gespräche in Wien, Johannes Holzhausen/Navigator Film 41'

Sonntag, 16. April 2000, 16.00:
"Wie böse ist Österreich?" gebiert buchstäblich eine rotweißrote Flagge, die augenblicklich zur blauen mutiert. Danach bewirbt sich "Unser schönes Kärnten" um die Olympischen Spiele und der am Hamburger Schauspielhaus engagierte heimische Darsteller Wolf Bachofner gibt, erblondet und als Schwarzer maskiert, mit nacktem Oberkörper und Hosenträgern, das patriotische Pathos von Fendrichs "I am from Austria" der Lächerlichkeit preis. "Widerstände": Projektionen aufs Kanzleramt, Marlene Streeruwitz und Robert Schindel, StudentInnen im Audimax der Uni Wien. Erstmals ungekürzt in Wien zu sehen: "Opernball 2000: Chronik einer Amtshandlung", vermummte Polizisten im frühmorgendlichen Einsatz. "Österreich" findet schließlich seine Bestimmung als - kommentierte - Auflistung von tausenden Namen aus dem Telefonbuch.
Die Filme:
Wie böse ist Österreich?, Bernadette Huber 2' Spots Franz Morak 1-3, Egon Humer 3' Widerstand 2, Uni TV Wien 5' Demo Stewardess, Studio West 3' Unser schönes Kärnten, maschek 6' Hamburger Schauspielhaus, Janis Brandis 6' Widerstände, Thomas Korschil & Corinne Schweizer 21' 2 Filme von: 5 Filme gegen Schwarzblau, Thomas Horwath & Niki Griedl 2' Soli für Walter und Hermann, k0, 2' Opernball 2000: Chronik einer Amtshandlung, Schnittpunkt 26' Österreich, Sabine Jelinek 3' Texte: Christian Cargnelli

Info: jrwieser@t0.or.at