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Die ZiviTROIKA ruft ab heute - 1. Juni - gemeinsam mit der Plattform der Zivildiener den "Außerordentlichen Zivildienst" unter dem Titel: "ZiviMANÖVER 2000" aus. Dies ist leider notwendig, da es aufgrund der seit heute gültigen ZD-Novelle 2000 zu einer schwerwiegenden Krise gekommen ist und ein "ordentlicher" Zivildienst nicht mehr gewährleistet ist: Über 6.500 Zivildiener sind vom Privatkonkurs bedroht, weitere 17.000 junge Männer sind in ihrer Lebensplanung schwer getroffen, wichtige Zivildiensteinrichtungen erhalten unvorbereitet ab 1. Juni keine Zivildiener mehr und können somit die Qualität ihres Service vor allem für die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht mehr gewährleisten! Innerhalb dieses Manöver wird es die verschiedensten Übungsannahmen und Aktionen geben, wie zB am 5.Juni 2000

Montag von 8.oo bis 20.00 Uhr  ZiviSTREIK

8.30 Uhr  Übergabe der 15.000 Petitionen an die Nationalratspräsidenten durch die ZiviTROIKA und das ZiviAKTIONKOMITE

STREIKWEG IST GLEICH AMTSWEG

10.00 Uhr
Treffpunkt Stephansplatz, 1010 Wien 10.45 Uhr Bundesministerium für Inneres, Herreng. 7, 1010 Wien Zivildiener holen sich persönlich das Verpflegungsmodell des BMIs ab. (Modell ist gleich Zeitbestätigung)

11.30 Uhr
Rosauerkaserne Zivildiener besuchen die einzige Kaserne, die sie gemäß § 2 ZDG (im Verfassungsrang): "Der Zivildienst ist außerhalb des Bundesheeres abzuleisten" zwecks Verpflegung aufsuchen dürfen, nämlich die Polizeikaserne "Rosauerkaserne" (Mittagessen)

12.15 Uhr
Sozialamt Die ZiviTROIKA legt dem Sozialamt das Verpflegungsmodell und die ZD-Novelle 2000 (3.648,- öS Pauschalvergütung) des BMI vor und führt gemeinsam mit betroffenen Zivildienern und den zuständigen BeamtInnen eine Beratunsg/Informationsgespräch betreffs weiterer Vorgehensweise durch.(+Zeitbestätigung)

13.30 Uhr
ÖGJ Die ZiviTROIKA legt der Österreichischen Gewerkschaftsjugend das Verpflegungsmodell vor und führt ein Beratungs/Informationsgespräch zwecks den Rechten der Zivildiener und weiteren Vorgehensweise durch. (+Zeitbestätigung)

15.00 Uhr
Verfassungsgerichtshof Durch die ZD-Novelle 2000 kommt es zu einer "finanziellen Gewissensprüfung" für Zivildienstpflichtige und es können sich nur mehr jene für den Zivildienst entscheiden, die sich diesen auch finanziell leisten können und eine freie Wahl zwischen Bundesheer und Zivildienst ist nur mehr bedingt möglich. Die ZiviTROIKA ersucht um ein Beratungs/Informationsgespräch betreffs Verfassungsgerichtshofklage der betroffenen Zivildiener. (+Zeitbestätigung)

16.00 Uhr
Ende Ziel des ZiviMANÖVERS ist die Rücknahmen der ZD-Novelle 2000 und offene und ehrliche Gespräche unter anderem mit allen Betroffenen darüber, wer (und wie) in Zukunft die Qualität des sozialen Netzes gewährleisten und auch zahlen soll und welche Rolle Zivil- und Präsenzdiener jetzt wirklich übernehmen sollen. Eine Reduktion der Zuweisungen zwecks Einsparungen ist Minister Strasser auch mit dem "alten" ZD-Gesetz jederzeit möglich! Der Außerordentliche Zivildienst ist auch als AKTIVE zivile Übung - ähnlich einer militärischen - in ziviler Landesverteidigung bzw. zivilen und gewaltlosen Widerstand zu sehen, mit dem gravierenden Unterschied, daß das Szenario nicht realistisch sondern real ist. Sowohl die ZD-Novelle 2000 ist real als auch die Strafbestimmungen des ZD-Gesetzes betreffs unerlaubtem Fernbleiben vom Dienst und ähnlichem sind real! Die Zivildiener wollen mit diesem Manöver unter anderem auch aufzeigen, daß sie bereit und fähig sind bei Krisen auch ihren Teil der zivilen Verteidigung zu leisten. Aber nur Übung macht den Meister!