ad: gesamtschule
vielleicht kann jemand markus petrowsky erklären, dass bei der pisa studie
genau die länder gut abgeschnitten haben, die ein gesamtschulsystem haben.
z.b. finnland.
"Die Leistungen von Haupt-, Real- und GymnasialschülerInnen überlappen
sich in hohem Maße. Die These, SchülerInnen könnten in homogenen
Gruppen besser lernen, hat sich ganz offensichtlich als falsch erwiesen. Die
Reaktion der KultusministerInnen auf diese Erkenntnis ist immerhin das Versprechen,
die Durchlässigkeit innerhalb des dreigliedrigen Schulsystems zu verbessern.
Schließlich sind Deutschland und Österreich die letzten beiden Staaten
Europas, in denen dieses Schulsystem, ein Relikt aus dem Kaiserreich, noch Bestand
hat. Und beide Länder schnitten schlecht ab.
Da es weder sinnvoll noch möglich ist, homogene Lerngruppen zu schaffen,
sollte es das höchste Ziel der BildungspolitikerInnen sein, Chancengleichheit
zu schaffen. Immerhin werden mit der Entscheidung für eine der drei Schularten
Weichen für den möglichen beruflichen Werdegang eines jungen Menschen
gestellt. Deshalb muss die frühe Verteilung auf die drei Schularten - in
den meisten Bundesländern nach der vierten Klasse - in den Mittelpunkt
der Kritik am Schulwesen rücken. " (aus:
phil rusche: "Die Schule liegt schief", Jungle World Nr. 52/2001)
http://www.arch.ethz.ch/riegler/
nun ja, sehr seltsam, wenn bei popo.at elitäre schulbildung propagiert
wird.
dass gerade migrantenkinder eher in der hauptschule landen, ist wohl kein zufall.
mit erstaunten grüßen
maja lorbek