popo.at
Texte

News
Diskussion
QuickNotes
Über popo.at
Docs
Links
Rom darf nicht Kärnten werden!
Mobilitazione AntiNazi a Roma


Laut Berichten von www.italy.indymedia.org und www.tmcrew.org/no-haider/index.htm haben in Brescia, Milano und Rom heute, Samstag 16.12.2000, Demonstrationen gegen Jörg Haiders Audienz beim Papst und seine Christbaumspende, stattgefunden. 2000 bis 3000 Demonstranten sollen an dieser Veranstaltung in Rom teilgenommen haben.

Eine Gruppe von in etwa 200-300 Rechtsradikalen nutzte die Gelegenheit um Jörg Haider die Ehre zu erweisen und aktiv gegen Demonstranten der anderen Fraktion vorzugehen. Dabei wurde eine Person vor eine Straßenbahn gestoßen und ein Mann mit einem Messer im Bein ins Krankenhaus eingeliefert.

Erklärtes Ziel der antifaschistisch orientierten Demonstranten, die Transparente trugen mit "Haider raus!", " Haider, No Grazie!", oder eines mit Namen von Opfern aus Auschwitz, war es den Christbaum des Spenders aus Carinzia in Flammen zu setzen.
Um 17.00 startete die Demonstration in Castell Sant Angelo, wo es zu ersten Auseindersetzungen mit der Polizei kam. 17.30, via della Conciliazione: Die Gefechte verstaerkten sich, es gab mehrere Verletzte. Gegen 18.00 sind die Demonstranten von dort zur via di Ripetta gezogen. Als sie die Brücke über die Tevere überqueren wollten, errichtete die Polizei sperren auf beiden Seiten der Brücke, was die Demonstranten dazu Zwang die Barrikaden der Polizei auf einer Seite zu brechen. Dabei kam es überraschenderweise zu keinen Verletzten. Die Menge erreichte daraufhin den piazza Augusto wo sie sich aufgesplittet hat. Laut Augenzeugenberichten kam es bei der Auflösung der Demo zu extrem aggressivem Vorgehen von Seiten der Exekutive. Einzelne Personen oder kleine Gruppen wurden ohne zu provozieren von der Polizei direkt angegriffen und misshandelt. Vier Personen wurden auf dem Weg zum Bahnhof in einen Kampf mit Polizisten verwickelt und dabei verletzt, zwei Männer in einer ähnlichen Situation ebenfalls schwer verletzt, fuenf andere wurden verhaftet. Anrainer, die Situationen wie diese beobachteten, wurden dazu angewiesen sich in ihre Wohnungen zurückzuziehen. Organisiert wurde die Veranstaltung von centri sociali und partito di rifondazione comunista unter der Teilnahme von vielen autonomen Gruppierungen.

Verletzte: 26 Polizisten, 1 schwerverletzter
ca. 30 Demonstranten (Viele Demonstranten ließen sich nicht behandeln um ihre Identitäten zu schützen. Laut Aussagen von Opfern schienen mehr Polizisten als Ärzte in den Krankenanstalten gewesen zu sein.)
1 Journalist mit schweren Kopfverletzungen

popo.at, am 17.12.2000