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domaingrabbing gegen rechts

während sich in den letzten jahren der rechtsextreme ungeist im web eher spärlich verbreitet hat, meldeten vor kurzem verfassungsschützer und auch jüdische organisationen eine sprunghafte zunahme nazistisch-gefärbter websites.

v.a. für grosse provider ist es schwierig, die unzähligen websites auf ihre inhalte hin zu überprüfen und oft zögern sie auch, seiten mit rechtsdrall vom netz zu nehmen. die kontrolle der domainnamen (wie z.b. heilhitler.de, auslaender-raus.at) dürfte sich bei der vergabe vergleichsweise einfach gestalten. dennoch gibt es auch hierbei schlupflöcher: in anderen ländern ist eine solche domain meistens ohne schwierigkeiten zu bekommen (und wen stört dann wirklich, ob sie auf .de oder .cc endet?) und generell gibt es kein länderübergreifendes, internationales juristisches regelwerk zur ermittlung und abmahnung illegaler inhalte (ob solch ein regelwerk allerdings ein wirklicher vorteil wäre, bleibt eine andere frage).

eine domain zu registrieren kostet im allgemeinen geld. in österreich beispielsweise rund 2000 schilling (es geht auch billiger). allerdings gibt es findige website-betreiber, die domains für ihre klientel registrieren und dieser dann überlassen. der preis: werbung in form der allseits unbeliebten bannerschaltungen.

das ist natürlich unangenehm, wenn der domainname tatsächlich dazu verwendet werden soll, um mit einigen html-seiten informationen zu übermitteln. ist der alleinige zweck allerdings, die domain zu sichern und z.b. vor der vereinnahmung durch rassistische, rechtsextreme (und auch sonstwie hässlichem gedankenungut verfallenen) gruppen zu bewahren, kann dieser umstand getrost in kauf genommen werden.

der vorteil eines solchen "politically correct domain grabbings" ist sicher erst einmal sein preis. darüberhinaus tritt aber auch die person, welche die domain registriert hat, meistens an keiner stelle in erscheinung (z.b. whois-abfrage), da die dienstleister natürlich die domain unter ihrem namen registrieren. somit bleibt die völlige anonymität der "domaingrabber" gewahrt, was in diesem fall vielleicht noch ein kleiner vorteil sein kann.

einen haken hat das ganze natürlich auch noch: einige dienstleister verlangen bei kündigung einen ablösebetrag. der ist in der regel zwar nicht hoch, aber die allgemeinen geschäftsbedingungen solcher anbieter sollten unbedingt genau durchgelesen werden.

kostenlose registrierung von domainnamen bieten u.a. an:
namezero.com (.com, .net, .org)
freecity.de (.de)

domain-research.de ist eine suchmaschine, die nach noch freien domains sucht (.de, .at, .ch, .com, .net und .org).

für informationen über weitere kostenlose anbieter wäre ich dankbar.

piefke3000