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Gegen Blau-Schwarz am 2. Februar 2001
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Blau-Schwarz träumt von der Normalität

Am 4. Februar 2000 wurde die Koalitionsregierung aus FPÖ und ÖVP angelobt. Es folgten Massenproteste gegen die Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen. Die restlichen EU-Staaten beschlossen den Abbruch der bilateralen Beziehungen mit Österreich. Die Regierung nannte diese Maßnahmen Sanktionen und forderte einen nationalen Schulterschluss. Die Bezeichnung Vernaderer (ugs. Verräter) für KritikerInnen und SkeptikerInnen gehört seitdem zum geflügelten F-Jargon.

Der sogenannte Weisenbericht bescheinigte den Freiheitlichen, eine rechtspopulistische Partei mit radikalen Elementen zu sein, die in ihren Wahlkämpfen rassistische und fremdenfeindliche Parolen einsetzt. Negativ hervorgehoben wurde Justizminister Böhmdorfer, der die Idee, RegierungskritikerInnen strafrechtlich zu belangen, spontan verfolgenswert fand. Trotzdem wurde empfohlen, die Maßnahmen gegen Österreich wegen Zwecklosigkeit zu beenden.

Die Proteste dauerten und dauern weiter an. Die Liste der Anlässe setzt sich Tag für Tag fort.

Massive Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich; Einführung von Studiengebühren; Verteuerungen und Steuererhöhungen; ein Herr Frauenminister; Bestrebungen, das Recht jeder Frau auf Abtreibung massiv einzuschränken; ein Justizminister, gegen dessen ehemalige Klienten die Staatsanwaltschaft in der sogenannten "Spitzelaffaire" ermittelt; öffentliche Auftritte des FPÖ Klubobmannes, die fatal an Georg Orwells 1984 erinnern; Kanzler-Ansprachen und Interviews, die Blindheit und Unterwürfigkeit vor dem Koalitionspartner aufzeigen...

Das "Wesen" und die "Natur" der FPÖ haben sich nicht verändert, sondern treten mit Hilfe des öffentlich rechtlichen Fernsehens in altem Gewand noch deutlicher in Erscheinung. Ihre Politik, KritikerInnen zu diskreditieren oder mittels Klagen einzuschüchtern, geht weiter – mit dem verbalen Segen oder bejahendem Stillschweigen der ÖVP. Totalitäre "Ausrutscher", Geschichtsverfälschung, fremdenfeindliche Parolen und Strafandrohungen gehören zur freiheitlichen Normalität. Sogenannte einfache Parteimitglieder mischen unverändert medienwirksam in der Bundespolitik mit und diktieren die Gangart. Wahlkampf wird weiterhin mit unverhohlener Hetze und Respektlosigkeit vor Andersdenkenden betrieben...

Daher demonstrieren wir am 2. Februar 2001 im Netz...

....und ersetzen für einen Tag unsere Startseite durch dieses Banner. 24 Stunden lang wollen wir keine anderen Inhalte transportieren, als diesen einen: Mit einer Blau-Schwarzen Regierung kann es keine Normalität geben.

Vielleicht möchten Sie sich dieser Netzdemo anschließen, um auf einen einjährigen Misstand deutlich hinzuweisen.

Wenn Sie die URL Ihrer Website hier in der Teilnehmerliste verewigt wissen wollen, bedarf es nur ein paar einfacher Schritte und Sie sind mit dabei...

Zur Anmeldung

Natürlich wird dieser Jahrestag auch auf der Straße mit entsprechenden Protestaktionen begangen. Mehr Informationen über die Kundgebungen am 3. Februar 2001 finden Sie auf den Seiten des Netzwerks gegen Rassismus.